50 Jahre Martin-Buber-Bibel
Projekt: „Die Schrift“, verdeutscht von Martin Buber in Verbindung mit Franz Rosenzweig, Köln und Olten1962. Veranstaltungskonzept zum 50. Jahrestag der Publikation im Herbst 2012
Im Jahr 1961 schloss Martin Buber seine Arbeit an der Verdeutschung der Hebräischen Bibel ab, die er 1925 zusammen mit Franz Rosenzweig begonnen hatte. Mit dem Erscheinen des vierten Bandes im Jahre 1962 im Verlag Jakob Hegner (Olten und Köln) lag die Gesamtausgabe komplett vor. Fünfzig Jahre nach Abschluss der Publikation möchte die Martin Buber-Gesellschaft im Jahr 2012 in einer Reihe von aufeinander abgestimmten Veranstaltungen die Bedeutung dieses Ereignisses beleuchten und der Öffentlichkeit bewusst machen. Die Veranstaltungen sollen in Heppenheim a.d. Bergstraße, dem langjährigen Wohnort der Familie Buber, und in der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg stattfinden.
Geplant sind
- eine zusammen mit dem Martin Buber – Haus e.V. (Heppenheim) organisierte öffentliche Vortragsreihe mit folgenden Themenfeldern:
- Die Übertragungsprinzipien Bubers im Vergleich mit anderen Übersetzungen
- Bubers Bibelübertragung und der christlich-jüdische Dialog
- Bubers Deutung der Bibel als Beitrag zum „Hebräischen Humanismus“
- Bubers Bibelübertragung unter literarischem Aspekt.
Die Vorträge finden im Herbst in Heppenheim statt. Die genauen Termine stehen noch nicht fest.
- ein Fachsymposion, welches die Hochschule für jüdische Studien Heidelberg gemeinsam mit der Martin Buber - Gesellschaft durchführt. Das Symposion findet statt in Heidelberg am 4. und 5.11.2012. Es wird sich vor allem mit exegetischen und rezeptionsgeschichtlichen Fragen befassen und den Zusammenhang der Bibelübersetzung mit Bubers Dialogdenken untersuchen.
- eine Tagung im "Haus am Maiberg" in Heppenheim, die sich an die Mitglieder der Martin Buber-Gesellschaft und die interessierte Öffentlichkeit richtet. Sie soll sich mit den Prinzipien der "Verdeutschung" der Schrift befassen, dem Zusammenhang mit Bubers Dialogdenken nachgehen und in die praktische Arbeit mit Bubers Übertragung einführen. Die Tagung wird stattfinden vom 1. bis 4. 11. 2012
- Die biographische Dimension des Werkes, an dem Martin Buber über Jahrzehnte gearbeitet und das er trotz der Shoah zu einem Abschluss gebracht hat, soll in einer Ausstellung erkennbar gemacht werden, für die das Heppenheimer Museum zur Verfügung steht. Auszustellen wären z.B. die Erstausgabe, der Briefwechsel mit Franz Rosenzweig, handschriftliche Entwürfe, andere Übersetzungen.
Anfragen zu den Veranstaltungen können an die Mail-Adresse der Martin Buber-Gesellschaft: kontakt@buber-gesellschaft.de, gerichtet werden.