Die ästhetische Dimension des dialogischen Prinzips - Herbsttagung der Philosophischen Sektion
Martin Buber verfolgt in seinen dialogphilosophischen Schriften insofern einen ganzheitlichen Ansatz, als er die dialogische „Hinwendung“ als leiblich-geistige Grundbewegung versteht. Dies bedeutet, dass die sinnliche, im ursprünglichen Sinne “ästhetische“ Wahrnehmung, in diesem Prozess eine wichtige Rolle spielt: die Sinne machen dem Menschen das „Urfremde“ zu einem „Vertrauten“. Diese ursprüngliche Bedeutung der Aisthesis geht auch in Bubers philosophische Überlegungen zur Kunst ein. Das Kunstwerk bestimmt er als „das gestaltgewordene Zwischen“, in welchem die Sinnenwelt „mir entgegentritt“.
Welche Rolle spielen die Sinne in der Begegnung? Worin besteht der anthropologische Sinn der Kunst? Wie fügt sich das „Leben mit den geistigen Wesenheiten“, die für Buber ja eine der drei Sphären des dialogischen Prinzips ausmachen, in sein Denken ein? In welchem Verhältnis ste-hen Bubers Überlegungen zu ästhetischen Entwürfen der Moderne? Diesen Fragen sollen ein-gehend erörtert werden.
Eine besondere Rolle wird bei unserer Tagung neben den Vorträgen auch Bubers kleine Schrift "Der Mensch und sein Gebild" spielen, der wir uns in Arbeitsgruppen besonders widmen wollen.
Wir laden Sie herzlich zu einer spannenden Tagung ein. Wie immer sind uns Teilnehmer/innen auch dann willkommen, wenn sie nicht Mitglieder der Martin Buber-Gesellschaft sind.
Anmeldung über das angehängte PDF.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben